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Mir ist ein Buch mit dem Titel „Geheimnisvoll wie der Himmel sind Kinder – Was Eltern von Jesus lernen können“ ( 978-3-466-36836-5, Euro 15,40) in die Hand gefallen, gelesen habe ich es eigentlich wegen dem Autor Wolfgang Bergmann, der sich mir mit „Warum unsere Kinder ein Glück sind“ als Antwort auf „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ von Michael Winterhoff ins Herz geschrieben hat. Der 1948 geborenen Erziehungswissenschaftler und Kinder- und Familienpsychologe Bergmann ist Mitglied von einigen Expertenrunden und häufiger Gast in Fernsehsendungen, schreibt Zeitungsartikel und Bücher, auch gemeinsam mit Kollegen wie Gerald Hüther. Motiviert durch seine kürzlich ausgebrochene, unheilbare Krebserkrankung hat er die Stiftung „für kinder“ ins Leben gerufen, deren Anliegen ich nicht komplett teile. http://www.fuerkinder.org/
Was wir von Jesus lernen können? „Seine Haltung, seine Worte, der Klang seiner Worte, seine Bilder und Metaphern in den Gleichnissen – alles ist durchströmt von einem innigen Geist des Lebendigen. … Nicht was wir sagen, nicht was wir wollen. Nein nur was wir sind, berührt unsere Kinder, prägt und „erzieht“ sie.“
Alles aufzuzählen, was in dem Buch als Beispiel und Anregung angeführt wird, würde den Rahmen dieser Buchbesprechung sprengen. „Kinder sind ein Geheimnis. Sie gehören nicht irgendwelchen pädagogischen Ideen und moralischen Grundsätzen, nicht dem Ehrgeiz und nicht der Erziehungskunst ihrer Eltern - sie gehören nur sich selbst und jenem Welträtsel, dem sie entsprungen sind. Wer Kinder liebt und sich ihnen zuwendet, wie Jesus es tat, der ist selbst dem Geheimnis des Lebens und der Liebe nahe." Neben diesem vom Autor oder Verlag dadurch dass er auf den Buchrücken gedruckt wurde besonders betonten Aspekt möchte ich noch das Kapitel „Zorn ist auch Menschlichkeit“ einbringen. Mit dem „Zorn der Wahrhaftigkeit“ ist Jesus in Konflikte gegangen, wenn er sich auf der Seite der Wahrheit wusste, nicht verwunden „pädagogisch“ hat er die Händler aus dem Tempel vertrieben, sondern klar, entschieden, authentisch, radikal. Aber auch das gehört zur Wahrhaftigkeit, dass ich mich selbst hinterfrage, „überprüfe: Wie nahe war ich der Wahrheit? Oder waren es nur dumpfe Emotionen, die ich in dem Moment, als ich auf mein Kind einschimpfte und Strafen verhängen wollte, für mein authentisches Selbst hielt?...Wahrhaftigkeit ist eine große Aufgabe, wir erfüllen sie nicht, aber schon unser Streben nach ihr wird von anderen Menschen wahrgenommen. Von unseren Kindern mehr als von irgendjemandem sonst.“
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